Tel.(mobil): 44088164-151(0)94+
ed.elahweeffoceht@liam :liaM-E
Das Unternehmen
Gründer, Eigentümer und Seele des Unternehmens The Coffee Whale bin ich, Markus. Im Jahr 2020 bin ich aufgebrochen mit dem Ziel, einen guten und leckeren Straßenkaffee zu machen und im Verlauf dieses Prozesses die unendlichen Weiten des Kaffeeuniversums zu ergründen.
Heute umfasst die Belegschaft einen ambitionierten Barista, einen nicht weniger ambitionierten Chef-Röster, einen begeisterten Rohkaffee-Einkäufer, einen kompromisslosen Qualitätsmanager, einen flapsigen Techniker, einen motivierten, doch unbegabten Web- und Social-Media-Verantwortlichen, einen lausigen Buchhalter, eine freundliche Reinigungskraft, einen entspannten Fahrer und einen gewissenhaften Lagerarbeiter. Das sind weit mehr Menschen und Charaktere, als ich anfänglich für nötig gehalten hatte, aber glücklicherweise heißen sie auch alle Markus, was die Sache natürlich leichter macht.
In sträflich-populärwissenschaftlicher Vereinfachung des „Energieerhaltungssatzes“ habe ich für mein Unternehmen das Prinzip „Garbage in, garbage out“ [engl.: „Müll rein, Müll raus“] zum universellen Negativ-Motto erhoben, was im Kern heißen soll: Aus einem schlechten Rohkaffee kann schlicht nicht mehr als ein schlechter Kaffee werden. Scheinbar eine Binsenweisheit, doch können die ganzen Highend-Coffeegadgets manchmal selbst den unbestechlichsten Gaumen betäuben.
"Guter und leckerer Straßenkaffee“ ist das erklärte Ziel, und darum verwenden wir statt „Garbage“ ausschließlich sogenannte Spezialitätenkaffees. Der Energieerhaltungssatz ist Teil unserer DNA, weswegen sich alle im Unternehmen die größte Mühe geben, die "Energie" des Rohkaffees zu erhalten und aus einem Rohdiamanten keinen Müll zu machen.
The Coffee Whale
Der Wal ist als kleine, mobile Kaffeebrüherei gestartet, in der ich meiner großen Leidenschaft für Spezialitätenkaffees nachgehe. Bereits im gleichen Orbit, bin ich dann fast zwangsläufig noch ins Gravitationsfeld des Röstens geraten, wo ich nun vier Jahre später schließlich auch gelandet bin.
Warum ich das Unternehmen The Coffee Whale genannt habe, ist ebenfalls keine große Geschichte und somit auch schnell erklärt: "Wal" [engl.: "Whale"] war von Anfang an der Spitzname des gerade mal 3qm kleinen Kaffee-Anhängers, welcher das Herz der gesamten Operation ist. Vielleicht ist die Ironie nicht sehr subtil, aber irgendwie fand ich den Namen passend - na ja, und außerdem ist das Logo doch echt cool...

Klein, im geometrischen Sinne, ist der Wal allerdings bis heute geblieben, ich nutze die 3qm inzwischen nur vielfältiger ;)
Für deinen Kaffee nehme ich mir Zeit, denn schließlich geht es darum ihn so zuzubereiten, dass er seinen Charakter zeigen kann. Das ist die Quintessenz. Gemahlen und gebrüht wird darum immer frisch nach Bestellung und aufs Gramm. Hin und wieder muss man dafür schon mal etwas warten, aber meistens lohnt es sich! Du darfst es natürlich auch gerne als meinen kleinen Beitrag zur Entschleunigung der Gesellschaft verstehen.
Kaffeeauswahl
Mag der Wal auch klein sein, mein Herz für Spezialitätenkaffees ist jedenfalls groß. Für ein paar essenzielle Werkzeuge braucht es im Grunde nicht viel Platz, denn das eigentlich "Große" sind die Kaffees, die ich für dich aussuche, röste, brühe und mit dir genießen möchte.
Das Großartige an Spezialitätenkaffees ist neben ihrem außergewöhnlichen Aroma und Geschmack, dass viele von ihnen eine interessante Geschichte haben. Menschen mit großer Erfahrung haben sie durch Sorgfalt und harte Arbeit produziert. Manchmal können wir sogar deren Gesichter kennenlernen. Nicht selten stammen die Kaffees dann von einzelnen Farmen oder kleinen Kooperativen.
Für die Auswahl der Kaffees schaue ich darum nach Importeuren und Röstereien, die ihre Spezialitätenkaffees von einzelnen Farmen oder kleinen Kooperativen beziehen. Dabei interessieren mich die Herkunftsländer, die angebotenen Kaffee-Varietäten, die Verarbeitung der Rohkaffees und Cupping-Scores genauso sehr wie die Handelsbeziehung zwischen Käufern und Kaffeebauern und die Art des Anbaus.
Der Einkauf erfolgt in diesem Kontext ganz bewusst bei ausgewählten Importeuren und Röstereien, wodurch ich sowohl faire und transparente Handelsbeziehungen entlang der Kaffee-Wertschöpfungskette als auch nachhaltigen Kaffeeanbau unterstützen möchte. Farmer, die außergewöhnlichen Kaffee produzieren, sollen dafür einen Preis erhalten, der ihre und die Arbeit ihrer Angestellten entsprechend wertschätzt und die Zukunft nachhaltigen Kaffeeanbaus sichert.
Zubereitung
Bevor ich dir einen Kaffee brühe, habe ich natürlich selbst ausgiebig damit herumgespielt. Ich habe verschiedene Arten der Zubereitung ausprobiert und an unzähligen Variablen des Brühprozesses gedreht. Am Ende habe ich mich dann für die Art der Zubereitung entschieden, welche mir persönlich für diesen Kaffee am besten gefallen und geschmeckt hat. Was mir an einem Kaffee besonders erscheint, versuche ich durch die Zubereitungsart zu betonen. Mit Blick auf die individuellen geschmacklichen Vorlieben ist letztlich aber keine Zubereitungsart ein Absolutum.
Das Schöne ist, dass dir Kaffees nach dem Rösten stets ein ganzes Spektrum an Zubereitungsmöglichkeiten erlauben. Durch die Wahl der Zubereitungsart kannst du je nach Gusto bestimmte Eigenschaften deines Kaffees individuell hervorheben.
Sollte es also mal passieren, dass du bei mir z. B. einen Espresso trinkst und du dabei das Gefühl hast, diese Bohne könnte dich erst als Filterkaffee so richtig aus den Schuhen hauen – hervorragend! Höchste Zeit, selbst zu brühen!
Hast du schließlich dein eigenes "Kaffee-Meisterstück" erschaffen, dann freue ich mich natürlich auch, wenn du das Rezept mit mir teilst.
Kaffee und Du
Bist du ein Kaffeemensch? Vermutlich schon, sonst wärst du wohl nicht hier gelandet. Was magst du an deinem Kaffee? – Das er dich morgens wach macht? Die Behaglichkeit, die mit dem gemeinsamen Genuss einer Tasse Kaffee unter FreundInnen einhergeht? Das tolle Aroma? Seinen großartigen Geschmack?
Welcher Art deine ganz persönliche Beziehung zu Kaffee ist, weiß ich natürlich nicht. Als deine Lieblings-Kaffeebrüherei trägt The Coffee Whale natürlich eine hohe Verantwortung, deren ich mir bewusst bin: Dein Kaffee sollte so gut gemacht sein, dass seine besonderen Merkmale hervorgezaubert werden. Da muss handwerklich alles sitzen!
![]()
Meinen Kaffee trinke ich am liebsten in Gesellschaft, weil ich finde, dass es den Genuss eines wunderbaren Kaffees ganz erheblich steigert, wenn man dieses Erlebnis und die damit verbundenen Momente mit netten Menschen teilen kann.
Kaffee und Ich
Kaffee ist bereits seit vielen Jahren ein heiß geliebtes Begleitthema meines Lebens. Eine anhaltende Liebesbeziehung wurde daraus während eines Auslandsaufenthaltes, dem ich ein fundamentales Geschmackserlebnis verdanke, welches man vermutlich als mein persönliches "Kaffee-Erwachen" bezeichnen könnte.
Dieses überraschende Erlebnis wollte ich natürlich unbedingt wiederholen. Aber egal welchen Kaffee ich danach auch probierte oder wo in Europa ich welchen auf Reisen gekauft habe, der Geschmack war nicht mal annähernd so gut wie der dieses ersten "echten" Kaffees.
Zu dieser Zeit hatte die Spezialitätenkaffee-Welle Europa noch nicht erreicht und die heimischen Supermärkte oder Cafés waren mehr oder weniger meine einzigen Quellen für Kaffee. Es war frustrierend: Ich wusste, irgendwo da draußen gibt es "echten" Kaffee, aber er schien schlicht außerhalb meiner Reichweite und das Zeug vom Supermarkt brachte es jetzt einfach nicht mehr.
Das Besondere an diesem ersten "echten" Kaffee war, dass er nach nur einem Schluck meine volle Aufmerksamkeit auf sich zog, obwohl ich ihn gedankenlos als übliches Begleitgetränk zu einem Essen bestellt hatte. Bis zu diesem Augenblick war Kaffee für mich jahrzehntelang lediglich ein warmes Getränk kräftigen, aber mehr oder weniger undefinierbaren Geschmacks. In diesem Kaffee versteckte sich jedoch etwas, womit mich noch kein anderer vorher jemals überrascht hatte: Dieser besaß einen ganz ungewöhnlichen fruchtig-röstigen Geschmack und ein wunderbares Aroma. Für mich die reinste Magie! Für seinen äthiopischen Produzenten dagegen war es vermutlich nur ein gewöhnlicher, über Holzkohle gerösteter "Buna", wie man ihn in dieser Qualität damals (1992) in jedem Lokal in Addis Abeba bekommen hat.
Sehr wahrscheinlich ist es auf diesen Tag zurückzuführen, dass mir selbst heute, viele aufregende und tolle Kaffees aus anderen Anbauländern später, die äthiopischen immer noch die Liebsten sind. Damit ist und bleibt Äthiopien für mich nicht nur historisch, sondern auch ganz persönlich der Ursprung des "echten" Kaffees. ![]()
Markus
