Jeder Kaffee braucht ein Etikett, stimmt's?
Wie du bestimmt schon gesehen hast, kannst du meinen Kaffee in zwei unterschiedlichen Verpackungsgrößen kaufen: Abhängig von der Bohnendichte wirst du in der kleinen Flasche zwischen 150 und 170 g gerösteten Kaffee finden, während die große Flasche 300 bis 340 g beinhaltet.
Was dich in der Flasche erwartet, verrät dir jeweils das Etikett, und ich erkläre dir eben mal, wie ich mir das vorgestellt habe: Damit du dich möglichst schnell zu dem von dir bevorzugten "Grundgeschmack" navigieren kannst, verwende ich Farbstreifen an der linken Seite des Etikettes. Z. B. deuten braune Töne auf schokoladig-nussige Geschmacksnoten hin, während leuchtendere Farben eher für fruchtige Noten Verwendung finden. Eine etwas detailiertere Beschreibung der zu erwartenden Geschmacksnoten liefert dann der Text auf der rechten Seite (s. Bild).
Vom Etikett erfährst du zudem, aus welchem Anbauland dein Kaffee kommt, und der Name darunter bezeichnet entweder die Region, die Farm, den/die FarmerIn, die Kooperative oder ist einfach der Verkaufsname des Rohkaffees. Daneben gibt es noch Informationen zu Varietät(en) und der Aufbereitung der Kaffeekirschen. Eine ausführlichere Beschreibung der Farm oder Anbauregion findest du schließlich auf der Webseite, wohin du bei Bedarf über einen QR-Code geleitet wirst.
Den Röstgrad, also die "Bräunungstiefe" der Kaffeebohnen, kannst du an der Kreisgrafik ablesen: je größer die Anzahl schwarzer Kreise, desto dunkler wurden die Bohnen geröstet (s. Bild; die Zahlen entsprechen den Agtron-(Farb-)Werten).
Auf dem Siegelstreifen über dem Deckel findest du den Hinweis, ob es sich bei der Röstung um eine Espresso- oder Filterröstung handelt, und das jeweilige Röstdatum.
Obwohl sich Kaffee ungeöffnet über einen langen Zeitraum aufbewahren lässt, sind seine Aromen leider flüchtig. Wann ein Kaffee die optimale "Reife" hat, hängt dabei von der Kaffeebohne selbst, dem Röstgrad und von deinen persönlichen Vorlieben ab. Unmittelbar nach dem Rösten enthält der Kaffee noch eine ordentliche Menge CO₂ (Kohlendioxid), welches die enthaltenen Aromen meist geschmacklich überlagert, weswegen du ihn vor dem ersten Probieren schon gute 5 bis 10 Tage "ausgasen" lassen solltest. Danach wirst du feststellen, dass er sich im Verlauf der Zeit geschmacklich immer weiter entwickelt, bis er nach einigen Wochen schließlich beginnt, schal zu schmecken. Die braune Flasche ist generell ein guter Aufbewahrungsort und in ihrem Deckel steckt übrigens ein "waschechtes" Aromaventil*, welches dafür sorgt, dass das CO₂ vom Röstprozess zwar raus, aber möglichst kein O₂ (Sauerstoff) rein kann.
Falls du noch weitere Informationen vermisst, dann schreibe mir einfach.
*die Deckel werden von COFI produziert, Patent pending
